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Delegiertenversammlung Frühling 2026

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Fokus auf die Themen «Jugend» und «Fondssocial»

Die Delegierten der regionalen Vertretungen trafen sich am 1. April 2026 in Bern und tauschten sich über die Situation junger Menschen in der Schweiz aus, insbesondere über die Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit und die Schwierigkeiten beim Einstieg in die Arbeitswelt. Das Treffen bot zudem Gelegenheit, verschiedene aktuelle nationale politische Themen anzusprechen und die geplanten Änderungen im Rahmen der Revision des Fondssocial für die Berufsbildung zu beleuchten. 

Rund 25 Vertreter:innen aus den Regionen Zürich, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Genf, Wallis, Bern, Tessin und der Ostschweiz trafen sich für die Delegiertenversammlung am 1. April 2026. Wir freuten uns zudem, zwei Gäste aus der Zentralschweiz begrüssen zu dürfen, wo es bisher noch keine regionale Vertretung gab.  Dieses Treffen hat erneut gezeigt, wie wichtig ein Raum für Austausch auf nationaler Ebene ist, um Informationen weiterzugeben, regionale Anliegen zu teilen und der Branche mehr Gehör zu verschaffen.

In seiner Begrüssungsrede wies Giorgio Fonio, Präsident von Arbeitsintegration Schweiz und Nationalrat der Mitte, auf die zentrale Rolle der Delegiertenversammlung bei der Vernetzung der Akteure in der sozialen und beruflichen Integration und bei der Vertretung der Anliegen der Branche auf nationaler Ebene hin.

Politische Aktualitäten

Unmittelbar nach dieser Einleitung wurden mehrere nationale politische Themen vorgestellt. Die Delegierten erhielten insbesondere Informationen zu Bundesangelegenheiten, die die soziale und berufliche Eingliederung unmittelbar betreffen. Dazu gehört das Engagement von Arbeitsintegration Schweiz gegen das Entlastungspaket, das im Rahmen der Allianz für Weiterbildung erfolgreich vorangetrieben wurde.

Auch die parlamentarische Initiative von Benjamin Roduit (24.456) wurde angesprochen. Diese zielt darauf ab, die Aus- und Weiterbildung im AVIG klarer zu verankern. Für Arbeitsintegration Schweiz geht diese Entwicklung in die richtige Richtung, da sie die Möglichkeiten stärkt, Langzeitarbeitslosigkeit und strukturelle Arbeitslosigkeit durch geeignete Aus- und Weiterbildungsmassnahmen zu verhindern.

Sorge um die Jugend

Die Situation der Jugendlichen nahm im Austausch einen zentralen Platz ein. Es kristallisierte sich eine weitgehende Übereinstimmung heraus: Die psychische Gesundheit vieler Jugendlicher verschlechtert sich, was konkrete Auswirkungen auf ihren Einstieg in die Arbeitswelt hat. Diese Tatsache bereitet den anwesenden Organisationen grosse Sorge, da sie vor Ort einen wachsenden Bedarf an Begleitung, Koordination und Sensibilisierung feststellen.

In den Diskussionen wurde auch die Notwendigkeit eines besseren Erfahrungsaustauschs zwischen den Regionen hervorgehoben. Die Herausforderungen machen nicht an den Kantonsgrenzen Halt. Bewährte Praxis, Ansätze und Rahmenbedingungen sollten daher aus einer interkantonalen Perspektive diskutiert werden.

Überlegungen zur Bildung einer SEMO-Kommission in der Romandie

Im Zusammenhang mit dem Thema Jugend wird derzeit die Möglichkeit geprüft, eine SEMO-Kommission in der Romandie zu bilden. Nach dem Vorbild der bestehenden Kommission in der Deutschschweiz könnte ein solches Gremium die Koordination, den Austausch bewährter Praxis und die Organisation von Treffen fördern, die der beruflichen Eingliederung junger Menschen gewidmet sind.

ASAL und seine Folgen

Ein weiteres wichtiges Thema: die Auswirkungen der ASAL-Aktualisierung auf die Auszahlung des Arbeitslosengeldes. Mehrere Delegierte berichteten von besorgniserregenden Situationen im Zusammenhang mit der Nichtauszahlung von Leistungen an zahlreiche Versicherte. In der Praxis erschweren diese Verzögerungen die Eingliederungsarbeit erheblich. Wenn die Teilnehmenden mit ihren finanziellen Schwierigkeiten und der Anhäufung von Zahlungsrückständen beschäftigt sind, wird es schwieriger, den Fokus auf ihren beruflichen Prozess zu richten.

Eine Erläuterung zum FONDSOCIAL

Die Versammlung empfing zudem Fränzi Zimmerli und Olivia Thoenen von SAVOIRSOCIAL, die die Überarbeitung des FONDSOCIAL für die Berufsbildung in sozialen Berufen vorstellten. Dieser Fonds finanziert die Entwicklung der Berufsbildung im Sozialbereich. Er umfasste bisher insbesondere die Berufe der Sozialpädagogin bzw. des Sozialpädagogen, der Erzieherin bzw. des Erziehers sowie der Fachkraft für berufliche Eingliederung.

Mit der laufenden Revision werden neue Bereiche integriert, insbesondere die Bereiche Migration und Asyl, prekäre Lebensverhältnisse, Sucht sowie Strafvollzug. Langfristig soll diese Entwicklung zu mehr Gerechtigkeit führen, damit alle Organisationen, die vom Fonds profitieren, auch zu dessen Finanzierung beitragen und beitragspflichtig sind.

Arbeitsintegration Schweiz bedankt sich herzlich bei allen Delegierten für ihre Anwesenheit, ihr Engagement und den bereichernden Austausch.

Kontakt

Arbeitsintegration Schweiz
Seilerstrasse 22
3011 Bern
Tel: +41 31 552 30 50
info@arbeitsintegrationschweiz.ch

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