18.06.
2026
6. Nationale Tagung Gesundheit & Armut – Prekäre Arbeit, prekäre Gesundheit: Wege aus neuen Formen sozialer Unsicherheit
Die 6. nationale Tagung Gesundheit & Armut untersucht die gesundheitlichen Folgen neuer Arbeitsverhältnisse und widmet sich der Frage, wie sich soziale Ungleichheiten in der Arbeitswelt erkennen und überwinden lassen.
Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Zusammenhänge zwischen neuen Arbeitsformen, Prekarität, Armut und Gesundheit. Seit den 1970er-Jahren hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Flexibilisierung, Digitalisierung und Globalisierung haben neue, oft atypische Erwerbsformen hervorgebracht. Diese Entwicklungen beeinflussen nicht nur die sozialen und rechtlichen Verhältnisse zwischen Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmenden, sondern wirken sich auch auf die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen aus.
Die Tagung bietet Raum für wissenschaftliche Beiträge, gesundheits- und sozialpolitische Analysen sowie Praxisbeispiele aus Verwaltung und Zivilgesellschaft. Im Fokus stehen Fragen wie:
- Welche Formen der Erwerbsarbeit gelten heute als prekär und für wen?
- Wie beeinflussen neue Arbeitsverhältnisse den sozialen Schutz und die gesundheitliche Absicherung?
- Welche gesundheitlichen Risiken sind mit prekären Arbeitsverhältnissen verbunden und wie lassen sich diese mildern?
- Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen auf individueller, institutioneller und politischer Ebene?
Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Praxis und Betroffenenselbstorganisationen beleuchten diese Fragen aus verschiedenen Perspektiven und zeigen Wege aus neuen Formen sozialer Unsicherheit auf. Ein besonderes Highlight bildet die Teilnahme von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, die die Tagung mit einem Schlusswort abschliesst.
Die Tagung wird zweisprachig (Deutsch/Französisch) durchgeführt.