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Ein neues Wiedereingliederungsprogramm wird vom Nationalrat angenommen

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Am Montag, 27. April, verteidigte Giorgio Fonio, Nationalrat der Mitte und Präsident von Arbeitsintegration Schweiz, im Nationalrat die Motion 24.3639 zugunsten eines nationalen Programms «Supported Re-Entry». Mit 108 Ja-Stimmen und 85 Nein-Stimmen ist die Annahme dieses Vorhabens ein starkes politisches Signal zugunsten von Menschen, die nach einer mehrjährigen Unterbrechung wieder eine Stelle finden möchten.

Eine Antwort auf einen konkreten Bedarf

Mit dieser Motion brachte Giorgio Fonio eine in der Praxis weit verbreitete Realität ins Parlament: Viele Arbeitssuchende, insbesondere nach einer Unterbrechung aufgrund familiärer Verpflichtungen, haben Mühe, Zugang zu einer geeigneten Begleitung zu erhalten. Heute ist der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt für diese Personen oft schwieriger, insbesondere wenn sie keine Arbeitslosenunterstützung beziehen.

Das Programm «Supported Re-Entry» bietet eine konkrete Antwort auf diese Situation. Inspiriert vom Modell «Supported Employment» für Menschen über 50 zielt es darauf ab, über mehrere Monate hinweg eine individuelle Begleitung in Form von Coaching sowie einen besseren Zugang zur Finanzierung von Weiterbildungen anzubieten. Das Projekt richtet sich auch an Personen ohne Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung, die oft von den bestehenden Massnahmen ausgeschlossen bleiben.

„Das neue Programm «Supported Re-Entry » muss niederschwellig, kostenlos oder gegen einen symbolischen Beitrag sein und auch Personen offenstehen, die keine Arbeitslosenunterstützung erhalten. Diese Personen müssen wie alle anderen, die erst kürzlich arbeitslos geworden sind, behandelt werden, denn ihr berufliches Potenzial ist durchaus real“, betont Giorgio Fonio.

Eine Lücke im System schliessen

Für Arbeitsintegration Schweiz hat diese Motion den Verdienst, ein Problem klar zu benennen, das von der Politik noch nicht ausreichend berücksichtigt wird. Sie erinnert daran, dass die derzeitigen Instrumente nicht immer den Bedürfnissen von Personen entsprechen, die nach mehrjähriger Abwesenheit wieder eine berufliche Tätigkeit aufnehmen möchten.

Sie steht zudem im Einklang mit den Zielen der Strategie der öffentlichen Arbeitsvermittlung 2030, die insbesondere Wert auf eine individuellere Betreuung von Arbeitssuchenden legt.

Ein positives politisches Signal

Arbeitsintegration Schweiz begrüsst die Annahme dieser Motion durch den Nationalrat. Dieser Entscheid sendet ein wichtiges Signal zugunsten einer inklusiveren Vision der beruflichen Eingliederung, die den Lebensläufen, den familiären Gegebenheiten und den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes Rechnung trägt. Nur dank engagierter und kontinuierlicher politischer Arbeit sind Fortschritte im Bereich der sozialen und beruflichen Eingliederung möglich.

Kontakt

Sepala Megert
Geschäftsleiter

+41 31 552 30 51

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