Evaluierte Ansätze zeigen Wirkung
Am 17. Februar 2026 veröffentlichte der Bundesrat die Ergebnisse des «Impulsprogramms zur Förderung der Wiedereingliederung von erschwert vermittelbaren und älteren Arbeitslosen». Das Programm wurde zwischen 2020 und 2026 im Rahmen der Arbeitslosenversicherung (ALV) und der öffentlichen Arbeitsvermittlung (öAV) durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) umgesetzt.
Zwischen 2020 und 2026 führten 22 Kantone insgesamt 35 Projekte durch. Diese konzentrierten sich auf sieben Handlungsfelder:
- Job Coaching
- Intensivierung und Weiterentwicklung der Beratung
- Stärkung der Beratungskompetenz
- Weiterentwicklung arbeitsmarktlicher Massnahmen
- Selbstlernformate für Stellensuchende
- Förderung digitaler Kompetenzen
- Netzwerkausbau mit Arbeitgebenden und Partnern der interinstitutionellen Zusammenarbeit
Alle Projekte wurden extern evaluiert; die Ergebnisse wurden in einer übergreifenden Synthese zusammengeführt.
Zentrale Ergebnisse
Die Evaluationssynthese zeigt positive Effekte auf zentrale Faktoren der Stellensuche, insbesondere auf Bewerbungskompetenzen, Motivation, Selbstvertrauen und soziale Kontakte.
Projekte mit sehr spezifischen Zielgruppen waren in der Umsetzung anspruchsvoller, da sie weniger Teilnehmende erreichten. Zudem bleibt die Vermittlung von Stellensuchenden mit erhöhtem Unterstützungsbedarf herausfordernd und erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Arbeitgebenden.
Job Coaching als besonders wirksamer Ansatz
Am häufigsten setzten die Kantone auf Job Coaching. Eine enge, individuelle Begleitung erwies sich als besonders wirksam und führte zu hoher Zufriedenheit bei den Teilnehmenden.
In den zwei Projekten mit quantitativer Wirkungsanalyse wurde ein positiver Effekt auf die Wiedereingliederung festgestellt.
Von den 14 Job-Coaching-Projekten werden die meisten dauerhaft in die Regelstrukturen von ALV und öAV überführt. Die Einführung und Weiterentwicklung von Job Coaching ist zudem ein Schwerpunkt der Strategie «öAV 2030».
Weitere bewährte Ansätze
Auch intensivere Beratungsangebote zu spezifischen Themen sowie niederschwellige, flexibel nutzbare Formate haben sich bewährt. Ein Grossteil dieser Projekte wird von den Kantonen dauerhaft weitergeführt.
Arbeitsintegration Schweiz begrüsst die Ergebnisse. Sie unterstreichen die Bedeutung eines individualisierten Coachings, einer engen Zusammenarbeit mit Arbeitgebenden sowie einer systemischen Ausrichtung der Integrationsarbeit.
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