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Im Fokus: Treffen auf höchster Ebene mit Bundesrat Guy Parmelin

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Am Rande der nationalen Fachtagung vom 3. September wurde eine Delegation von Arbeitsintegration Schweiz von Bundesrat Guy Parmelin zu einem konstruktiven Austausch über die aktuellen Herausforderungen des Arbeitsmarktes und die strategische Rolle der sozialen und beruflichen Integration empfangen.

Dieses Treffen verfolgte drei Ziele: Stärkung der institutionellen Beziehungen, Bekanntmachung der Fachkompetenz des Dachverbands und Sensibilisierung für die konkreten Beiträge der Branche im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel.

Die Vertreter:innen von Arbeitsintegration Schweiz – Giorgio Fonio (Präsident), Stéphane Manco (Vizepräsident) und Caroline Morel (Vorstandsmitglied) sowie Sepala Megert (Geschäftsleiter) – verwiesen auf die Fähigkeit des Netzwerks, innovative Lösungen zu mobilisieren, die in der Praxis verankert sind. Sie betonten ihre Bereitschaft, aktiv zur Umsetzung der Strategie öAV 2030 beizutragen, insbesondere durch eine stärkere Einbindung in den Austausch zwischen Bund und Kantonen.

Der Bundesrat lobte die guten Beziehungen zwischen dem SECO und Arbeitsintegration Schweiz und bekräftigte, dass die berufliche Integration neben der Robotisierung und der gezielten Einwanderung eine wesentliche Säule darstellt, um den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt zu begegnen.

Angesichts einer sich rasch wandelnden Gesellschaft und fast 400’000 Arbeitskräften, die in zehn Jahren fehlen werden, ist es unerlässlich, dass die Branche der beruflichen Integration, die politischen Behörden und die Akteure des ersten Arbeitsmarktes eng zusammenarbeiten, um wirksame Lösungen zu finden.

Konkrete Lösungen gegen den Arbeitskräftemangel

Ein von der Delegation hervorgehobenes Beispiel veranschaulicht das Potenzial der Branche: Im Kanton Waadt arbeiten Organisationen der sozialen und beruflichen Integration mit Berufsverbänden und kantonalen Arbeitsämtern zusammen, um kurze und praxisorientierte Ausbildungen zu entwickeln. Im Bereich der Energiewende wurden so Programme geschaffen, um Arbeitssuchende schnell auf Stellen im Bereich der erneuerbaren Energien vorzubereiten. Solche Modelle könnten in anderen Branchen mit Arbeitskräftemangel übernommen werden.

«Der Bund und die Kantone sollten solche Initiativen aktiv unterstützen. Sie ermöglichen es, Menschen schnell wieder in Arbeit zu bringen und gleichzeitig die Unternehmen zu entlasten», betont Stéphane Manco, Vizepräsident von Arbeitsintegration Schweiz und Direktor von Démarche.

Dieses Treffen ist ein wichtiger Schritt für die Anerkennung der Relevanz der Branche durch den Bund. Arbeitsintegration Schweiz freut sich darauf, den Dialog in naher Zukunft fortzusetzen.

Erfolgreiche Fachtagung 2025: Wirkungsevaluation im Fokus

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Am 3. September 2025 fand in Bern die nationale Fachtagung von Arbeitsintegration Schweiz statt – mit grossem Erfolg: Über 250 Fachpersonen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis nahmen teil. Im Zentrum stand die Frage, wie Wirkungsevaluation in der sozialen und beruflichen Integration gestaltet werden kann und welchen Mehrwert sie bietet.

Giorgio Fonio, Präsident von Arbeitsintegration Schweiz, eröffnete die Tagung mit einer engagierten Rede. Er stellte die zentrale Frage: «Unverzichtbares Werkzeug für den gesellschaftlichen Fortschritt oder machiavellistisches Instrument im Dienste eines ungebremsten Strebens nach Leistung? – ein Denkanstoss, der die Ambivalenz von Evaluationen auf den Punkt bringt.

Er betonte, dass Evaluation kein reines Kontrollinstrument sein dürfe, sondern als Werkzeug des Dialogs verstanden werden müsse – ein Mittel für gemeinsames Lernen und verbesserte Begleitung der Teilnehmenden.

Breite Themenvielfalt und praxisnahe Inputs

Das abwechslungsreiche Programm bot verschiedene Fachreferate sowie eine Podiumsdiskussion. Zudem konnten zentrale Fragestellungen in fünf Ateliers vertieft werden. Im Mittelpunkt standen Fragen wie:

  • Was verstehen wir unter «Wirkung» in der sozialen und beruflichen Integration?
  • Welche Stakeholder haben welche Erwartungen an die Wirkung von Massnahmen?
  • Welche Indikatoren eignen sich für die Messung?
  • Wie können Evaluationen praxisnah gestaltet werden?
  • Welchen Mehrwert bieten die Ergebnisse für Organisationen und Auftraggeber?

Die Expert:innen betonten die Bedeutung einer frühzeitigen Planung der Datenerhebung, den Einbezug aller Stakeholder auf Augenhöhe sowie die Notwendigkeit, Ergebnisse tatsächlich in die Praxis zurückzuführen.

Die Podiumsdiskussion zeigte klar auf, dass je nach auftraggebender Stelle (ALV, IV, Sozialhilfe) unterschiedliche Erwartungen an die Wirkung und deren Messung bestehen. Während bei ALV und IV die berufliche Integration im Vordergrund steht, betont die Sozialhilfe auch die soziale Integration – mit schwerer fassbaren, aber zentralen Wirkungen wie Selbstwertsteigerung oder gesundheitlicher Stabilisierung. Diese Realität zeigt sich auch in den Organisationen der Arbeitsintegration. Viele von ihnen haben verschiedene auftraggebende Stellen und müssen demnach auch unterschiedliche Anforderungen bezüglich der Messung ihrer Wirkung erfüllen.

Einige prägnante Gedanken aus den Diskussionen

  • Geld lässt sich leicht messen – aber wir müssen auch die Nachhaltigkeit in der Integration hinterfragen.
  • Manchmal misst man nur das, was leicht sichtbar ist – wie unter der Laterne in einem Bazar.  Aber das widerspiegelt nicht die ganze Realität.
  • Es ist wichtig, pragmatisch zu bleiben, damit der administrative Aufwand im Vergleich zur Arbeit im Feld nicht zu stark steigt.
  • Evaluationen sind nur dann sinnvoll, wenn die gewonnenen Daten aktiv genutzt werden – sonst verpufft ihr Nutzen.

Abschlussrede von Bundesrat Guy Parmelin

Ein Höhepunkt der Tagung war die Schlussrede von Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung. Er würdigte die zentrale Rolle der Anbieter von sozialer und beruflicher Integration, insbesondere auch bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels, und brachte seine grosse Wertschätzung für die Branche zum Ausdruck.

Austausch und Vernetzung

Die Pausen und der abschliessende Apéro boten den Teilnehmenden Gelegenheit, sich intensiv auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

👉 Die verschiedenen Präsentationen der Tagung finden Sie hier.
👉 Die Fotogalerie finden Sie hier.

Rückblick in Bildern:

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Erleichterung des Zugangs zum Arbeitsmarkt für Personen mit Status S

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Arbeitsintegration Schweiz begrüsst die Vorschläge des Bundesrates, fordert aber Anpassungen

Der Bundesrat hat eine Vorlage in die Vernehmlassung geschickt, mit dem Ziel, den Zugang zum Arbeitsmarkt für Personen mit Schutzstatus S zu verbessern und die Zulassung von Drittstaatsangehörigen, die in der Schweiz ausgebildet wurden, zu erleichtern. Arbeitsintegration Schweiz begrüsst die vorgeschlagenen Anpassungen im Grossen und Ganzen, fordert jedoch konkrete Anpassungen, um die Wirksamkeit der Massnahmen in der Praxis zu gewährleisten.

Die wichtigsten Änderungen, die den Bereich der beruflichen Eingliederung betreffen:

  • Meldepflicht anstelle der Genehmigungspflicht
  • Kantonswechsel für Erwerbstätige mit Status S unter bestimmten Bedingungen erlaubt
  • Meldepflicht bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung (öAV)
  • Verpflichtung zur Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen
  • Erleichterte Verlängerung der kantonalen Integrationsprogramme (KIP)

Meldepflicht anstelle der Bewilligungspflicht

Wie vorläufig aufgenommene Flüchtlinge sollen auch Personen mit S-Status nicht mehr der Bewilligungspflicht für Arbeit, sondern nur noch einer Meldepflicht unterstellt werden. Die teilweise langen Fristen, die für die Bearbeitung der Bewilligungen benötigt werden, führen zu Verzögerungen und stellen ein Hindernis für die Beschäftigungsfähigkeit dar. Aus Sicht von AIS wird durch den Ersatz der Bewilligungspflicht durch eine reine Meldepflicht eine unnötige administrative Hürde beseitigt und der Zugang zur Beschäftigung für Personen mit Schutzstatus S effektiv erleichtert.

Kantonswechsel zu restriktiv

Arbeitsintegration Schweiz begrüsst grundsätzlich das Recht auf einen Kantonswechsel für Erwerbstätige, bemängelt jedoch die zu strengen Zugangsbedingungen (Vertragsdauer, vollständige Unabhängigkeit von der Sozialhilfe, 90 Minuten Fahrtzeit). Sie empfiehlt eine Senkung der Schwelle auf eine Stunde Fahrzeit und einen flexibleren Ansatz bei teilweiser Abhängigkeit von der Sozialhilfe.

Meldepflicht bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung (öAV)

In Zukunft werden die Sozialdienste verpflichtet sein, arbeitslose Personen mit Schutzstatus S der öffentlichen Arbeitsverwaltung (öAV) zu melden. AIS begrüsst die Absicht, die Zusammenarbeit zwischen den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und den Sozialdiensten zu verstärken. Allerdings reicht diese Änderung allein nicht aus, um die Erwerbstätigkeit von Personen mit Status S zu fördern. Die Mitarbeitenden der RAV verwalten derzeit bis zu 180 Dossiers von arbeitssuchenden Personen. Mit der Umsetzung der Meldepflicht müssten zwingend genügend Stellenprozente und zusätzliche fachliche Kompetenzen zur Verfügung gestellt werden, um eine effiziente Betreuung zu gewährleisten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass ein für alle Seiten frustrierender Leerlauf produziert wird.

Verpflichtung zur Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen

Arbeitsintegration Schweiz ist grundsätzlich damit einverstanden, dass auch schutzsuchende Personen mit S-Status zur Teilnahme an „Massnahmen zur beruflichen Eingliederung und Wiedereingliederung“ verpflichtet werden können. Allerdings wird der Mangel an oder die hohen Kosten für Kinderbetreuungseinrichtungen häufig als Hindernis für die Eingliederung junger Flüchtlingseltern in den Arbeitsmarkt genannt. Zur Teilnahme an einer Eingliederungsmassnahme zu verpflichten, ohne die individuellen Lebensumstände zu berücksichtigen, ist kontraproduktiv. Es ist notwendig, im Vorfeld eine Potenzialanalyse durchzuführen, die diese Bedingungen berücksichtigt. Dazu braucht es ausreichend ausgebildetes Fachpersonal.

Erleichterte Zulassung von in der Schweiz ausgebildeten ausländischen Hochschulabsolventen

AIS begrüsst die Anpassungen, die es Drittstaatsangehörigen, die in der Schweiz eine Berufsausbildung oder ein Postdoc absolviert haben, ermöglichen werden, in der Schweiz zu bleiben. Dies ist ein positives Signal für die Aufwertung der in der Schweiz absolvierten Ausbildung.

Erleichterte Verlängerung der kantonalen Integrationsprogramme (KIP)

AIS begrüsst die vorgesehene Möglichkeit, laufende kantonale Integrationsprogramme (KIP) zu verlängern. Dadurch wird der administrative Aufwand für den Bund und die Kantone bei einer Verlängerung der KIP begrenzt und ein kompliziertes Einreichungsverfahren vermieden.

Um eine erfolgreiche Integration tatsächlich zu erleichtern, müssen zusätzliche Bedingungen erfüllt sein.

Die im Entwurf des Bundesrates vorgesehenen Änderungen sind erfreulich. Dennoch betont Arbeitsintegration Schweiz die Notwendigkeit einer angepassten Begleitung durch eine ausreichende Anzahl gut ausgebildeter Fachpersonen. Ansonsten droht das Ziel, die Erwerbstätigkeit von Personen im Asylbereich zu fördern, an strukturellen Hindernissen zu scheitern, insbesondere bei jungen Eltern.

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Erste Vorstands-Retraite für den neuen Präsidenten von AIS

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Strategisches Treffen im Bundeshaus, um die Prioritäten für die Zukunft festzulegen

Die erste Vorstands-Retraite unter dem Vorsitz von Giorgio Fonio fand an einem symbolträchtigen Ort statt: im Bundeshaus. Für den neuen Präsidenten bot sich die ideale Gelegenheit, die Vorstandsmitglieder kennenzulernen und sich mit den aktuellen Herausforderungen des Vereins auseinanderzusetzen.

Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse der Mitgliederzufriedenheitsumfrage, die verschiedenen Beitragsmodelle sowie die politischen Dossiers, mit denen sich Arbeitsintegration Schweiz befasst.

Die Themen Lobbying und Kommunikation waren Gegenstand bereichernder Diskussionen, in denen mehrere konkrete Ansätze zur Stärkung der Interessenvertretung des Sektors auf nationaler Ebene identifiziert wurden.

Wir danken Barbara Iseli Szepanski (B’VM) herzlich für die Präsentation der ersten Ergebnisse der laufenden Analyse zur Struktur von AIS und den regionalen Vertretungen.

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Budgetkürzungen des Bundesrates

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Arbeitsintegration Schweiz warnt vor den Folgen für die soziale und berufliche Integration

Die Massnahmen zur sozialen und beruflichen Eingliederung sind von den geplanten Budgetkürzungen des Bundesrates nicht direkt betroffen. Die geplanten Kürzungen werden sich jedoch negativ auf die Eingliederungsperspektiven der am stärksten gefährdeten Personen in der Schweiz auswirken. Arbeitsintegration Schweiz warnt vor den sozialen und strukturellen Folgen dieser Entscheidungen.

In Kürze

  • Kürzung der Globalpauschale im Asylbereich: Der Bund kürzt seine Leistungen für vorläufig Aufgenommene, Flüchtlinge, Schutzbedürftige und Staatenlose, indem die finanzielle Abgeltung des Bundes für deren Betreuung und Sozialhilfe auf vier Jahre begrenzt wird. Dadurch sollen ab 2028 700 Millionen Franken eingespart werden. Diese Massnahme verlagert die Kosten auf die Kantone, verstösst gegen die Schweizer Integrationsagenda und gefährdet eine nachhaltige Integration.
  • Grundkompetenzen: Streichung der Mittel für 1,67 Millionen Erwachsene, die Defizite in den Bereichen Lesen, Rechnen und Computerkenntnisse aufweisen.
  • Einsparungen bei der familienergänzenden Kinderbetreuung: Zunahme der Schwierigkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren, mit dem Risiko, dass die Erwerbsfähigkeit junger Eltern – und insbesondere von Müttern – zurückgeht.
  • Streichung der Subventionen für Weiterbildungsorganisationen (OWB): Diese Gelder sind für das Schweizer Bildungssystem von systemischer Bedeutung, da sie die Weiterbildung für Bevölkerungsgruppen zugänglich machen, die sich diese nicht leisten können.

Kürzung der Globalpauschale im Asylbereich

Ab 2028 könnten durch diese Massnahme fast 700 Millionen Franken eingespart werden. Konkret würde der Bund seine Unterstützung für die Kantone auf vier statt bisher fünf bzw. sieben Jahre für Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommene und Schutzbedürftige beschränken – ohne Berücksichtigung ihres Integrationsverlaufs.

Eine solche Massnahme verstösst gegen die Schweizer Integrationsagenda, verlagert die Kosten auf die Kantone und gefährdet nachhaltige Integrationswege – insbesondere für Menschen mit Sprach- oder Bildungsbarrieren. Die Eingliederung braucht Zeit, Qualität und Kontinuität. Wer hier spart, gefährdet nicht nur die Lebensperspektiven von Menschen auf der Flucht, sondern riskiert auch einen Rückschlag für den sozialen Zusammenhalt, die Bildungsgerechtigkeit und die Arbeitsmarktintegration für die gesamte Gesellschaft.

Abschaffung der Finanzierung der Grundkompetenzen von Erwachsenen

Während rund 1,67 Millionen Menschen in der Schweiz erhebliche Lücken in den Bereichen Lesen, Mathematik oder IKT aufweisen, würde der Rückzug des Bundes Programme beenden, die für ihre Arbeitsmarktfähigkeit von entscheidender Bedeutung sind. Die volkswirtschaftlichen Kosten des Illettrismus werden auf 1,3 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt.

Diese – häufig niedrigschwelligen – Angebote ermöglichen es gering qualifizierten oder in prekären Verhältnissen lebenden Erwachsenen, sich die Grundkompetenzen anzueignen, die für jede Grundausbildung und damit für eine dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich sind.

Einsparungen in der familienergänzenden Betreuung

Zu diesen Massnahmen kommt noch die Kürzung der Zuschüsse für die familienergänzende Kinderbetreuung hinzu. Die Kinderbetreuung stellt bereits eine Herausforderung für viele Familien und ein Hindernis für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt dar. In diesem Bereich zu sparen, schwächt die ohnehin schon schwierige Teilnahme junger Eltern – insbesondere von Müttern – an Massnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt noch weiter. Ein zugängliches Betreuungsangebot ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Eingliederung.

Streichung der Subventionen für Weiterbildungsorganisationen (OWB)

Arbeitsintegration Schweiz lehnt auch die Streichung der Subventionen für die Weiterbildungsorganisationen (WBO) und die Einführung einer starren Obergrenze von 50% für die Bundeszuschüsse ab. Diese Änderungen bergen das Risiko einer nachhaltigen Schwächung des Bildungssystems, das für die Eingliederung von gering qualifizierten oder älteren Menschen sowie für Personen mit Migrationshintergrund von entscheidender Bedeutung ist.

Nächster Schritt

Das Parlament wird im Herbst 2025 über diese Budgetkürzungen debattieren. Bis dahin mobilisieren sich Arbeitsintegration Schweiz und seine Partner, um die politischen Akteure davon zu überzeugen, dass die wesentlichen Instrumente für die soziale und berufliche Integration der schwächsten Personen in der Schweiz nicht gefährdet werden.

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Jahresbericht 2024 im neuen digitalen Format

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Ein neues digitales Format

Unser Jahresbericht 2024 ist jetzt online verfügbar. Mit 33 organisierten Veranstaltungen und mehr als 700 Teilnehmer:innen war das Jahr von einem starken Engagement des Netzwerks geprägt, insbesondere durch die Tagungen der Fachkommission Jugend/SEMO und der CRIEC, an denen mehr als 160 Fachpersonen teilnahmen.

Dieses neue digitale Format soll interaktiver und moderner sein. Es ebnet auch den Weg zu mehr Formatvielfalt und einem leichteren Zugang zu Informationen.

Jahresbericht 2024

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Dialog zwischen den regionalen Vertretungen und dem SECO

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Dialog zwischen den regionalen Vertretungen und dem SECO

Reserven, Rückstellungen und Teuerungsausgleich

Als echter Pulsmesser für den Stand der sozialen und beruflichen Integration in der Schweiz tagte am 2. April 2025 die Delegiertenversammlung. Als Gast von Arbeitsintegration Schweiz stellte Sophie Gremaud, Leiterin der Gruppe «Programme und Produkte der aktiven Arbeitsmarktpolitik» beim SECO, die Praxis der Finanzierung von arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM) in den Regionen vor und beantwortete deren Fragen.

Dieses Finanzierungsmodell sieht einen jährlichen Plafond für die Kantone vor, der sich nach der Zahl der Arbeitssuchenden und der Arbeitslosenquote im Kanton richtet. Es ermöglicht den Kantonen Flexibilität und Freiheit bei der Organisation der AMM, berücksichtigt aber nicht die strukturellen und organisatorischen Gegebenheiten der jeweiligen Kantone.

Für die Programmorganisatoren ergeben sich jedoch eine Reihe von Problemen:

  • Der Plafond sieht keine Anpassung an die steigenden Lebenshaltungskosten vor. Angesichts der Inflation der letzten Jahre sehen sich die meisten Eingliederungsorganisationen mit steigenden Ausgaben bei stagnierenden Einnahmen konfrontiert.
  • Die Unmöglichkeit, Reserven zu bilden, und der Abzug der Einnahmen aus den Maßnahmen machen die Eingliederungsorganisationen besonders anfällig für die steigenden Lebenshaltungskosten.

Diese offenen Diskussionen zeigen, dass der Dachverband und die Regionalverbände gemeinsam handeln müssen, um die Rahmenbedingungen für die Finanzierung von AMM zu verändern.

Rückblick auf den Tag in Bildern

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Rückblick auf die Mitgliederversammlung

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Neuanfänge, Peer-Ansätze und Fachaustausch

Als wahrer Höhepunkt in unserem Vereinsleben fand am 2. April im Farellhaus in Biel die Mitgliederversammlung von Arbeitsintegration Schweiz statt.

Nach der Genehmigung des Jahresabschlusses 2024 und der Vorstellung der Prioritäten für 2025 wählten die Mitglieder Giorgio Fonio zum Präsidenten des Vereins. Er tritt die Nachfolge von Irène Kälin an, der für ihr Engagement im Dienste von Arbeitsintegration Schweiz in den letzten fünf Jahren herzlich gedankt wurde.

Im zweiten Teil des Treffens wurden zwei Themen behandelt, die in direktem Zusammenhang mit der Praxis im Bereich der sozialen und beruflichen Eingliederung stehen.

Rahel Müller de Menezes, Roberto Cassanello und Katja Näf stellten verschiedene Arten von Peer-to-Peer-Ansätzen vor – eine Interventionsmethode, die Personen und Zielgruppen mit ähnlichen Erfahrungen und gemeinsamen Problemen vereint. Diese Praktiken nehmen verschiedene Formen an, vom Mentoring über die gegenseitige Unterstützung bis hin zum „Recovery Cafe“, einem Raum für Dialog und gegenseitige Unterstützung. Diese Ansätze stärken die Nähe, das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der angebotenen Unterstützung, insbesondere im Bereich der Arbeitsintegration und der psychischen Gesundheit.

Die Stiftung Battenberg stellte anschliessend ihr Modell vor, das Ausbildung und Eingliederung verbindet, mit Schwerpunkt auf den Berufen in den Bereichen Digitaltechnik, Uhrmacherei und Büroautomation. An ihren fünf Standorten ermöglicht die Einrichtung jungen Menschen und Erwachsenen den Erwerb übertragbarer Kompetenzen, die direkt auf dem ersten Arbeitsmarkt einsetzbar sind.

Wir danken allen Anwesenden herzlich für ihre Teilnahme und ihren wertvollen Beitrag zum Austausch.

Rückblick in Bildern:

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Bei Fragen zum Peer-Ansatz der IG Arbeit steht Katja Näf gerne zur Verfügung:

Katja Näf
IG Arbeit
Leiterin Intake & Soziales
E-Mail: katja.naef@igarbeit.ch

Bei Fragen zum Peer-Ansatz an die Berner Fachhochschule steht Frau Dr. Rahel Müller de Menezes gerne zur Verfügung:

Dr. Rahel Müller de Menezes
Berner Fachhochschule
Dozentin
E-Mail: rahel.mueller@bfh.ch

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